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Über Pflege, Fußball und das Ruhrgebiet

Caritas-Azubi Laura Marek und Bewohnerin Frau Brendt - Ein Besuch im Caritas-Altenzentrum Peter und Paul in Kamen

Ein Gesprächsthema haben Laura Marek und Christa Brendt schnell gefunden: Fußball natürlich! So fachsimpeln die beiden gerne über den BVB, die „Gelbe Wand“ auf der Südtribüne oder das nächste Spiel. Und währenddessen macht Laura Marek ihre Arbeit: Die 19-Jährige ist Auszubildende im Altenzentrum Peter und Paul – und hat quasi zeitgleich mit dem Einzug von Bewohnerin Frau Brendt in der Altenpflege bei der Dortmunder Caritas begonnen. Laura Marek wohnt nur fünf Fahrradminuten von ihrem Arbeitsplatz in Kamen entfernt und ist wie Frau Brendt ein echtes Kind des Ruhrgebiets. Diese gleiche Mentalität – das sei eine echte Hilfe bei der Arbeit, betont Marek. Und so zwinkern sich die Auszubildende und die Bewohnerin immer wieder über den Tisch hinweg zu und erinnern sich lächelnd daran, wie die junge Frau vor ein paar Monaten mit ihrer Ausbildung begann. „Sie hat mich erstmal gefragt, wie ich das denn mache mit dem Aufstehen und Laufen“, erzählt Frau Brendt. Für Laura Marek war es schließlich wichtig zu erfahren, wie sie auf die einzelnen Bewohnerinnen und Bewohner eingehen muss und wie viel Hilfe diese benötigen.

„Auf Menschen zuzugehen ist für mich kein Problem“

Ganz am Anfang hatte Marek dabei mit Rückenschmerzen zu kämpfen. „Ich habe einfach falsch gehoben und beim Stützen der Bewohnerinnen und Bewohner nicht die richtigen Griffe angewandt“, sagt sie. Inzwischen ist das kein Problem mehr und der Rücken tut auch nicht mehr weh – schließlich ist auch das richtige Heben Teil der Ausbildung bei der Caritas. Für Frau Brendt macht es deshalb auch keinen Unterschied, ob examinierte Pflegekräfte oder Auszubildende sie unterstützen: „Die helfen mir alle gut.“ Natürlich gibt es auch Bewohnerinnen und Bewohner, die Hilfe nicht immer so unkompliziert annehmen; Laura Marek hatte diesbezüglich aber noch keine Probleme. „Auf die Menschen zuzugehen ist kein Problem für mich“, sagt sie. Schließlich hat sie auch schon vor Beginn ihrer Ausbildung reichlich Erfahrungen in dem Bereich gesammelt. Denn nach ihrem Fachabitur in Wirtschaft und Verwaltung wusste sie: Das ist nichts für mich! So absolvierte sie in verschiedenen Häusern Praktika in der Pflege und war im Altenzentrum Peter und Paul ein paar Monate als Alltagsbegleiterin tätig.

Probearbeiten zum gegenseitigen Kennenlernen

Dabei lernte nicht nur sie die Einrichtung, sondern auch die Einrichtung samt Leiterin Ute Stromann sie bereits gut kennen. „Das Probearbeiten beinhaltet für beide Seiten große Vorteile und ist bei uns obligatorisch. So können auch die Bewerberinnen und Bewerber herausfinden, ob die Pflege etwas für sie ist“, sagt Stromann. Und dass Laura Marek mit ihrer Ausbildung bei der Caritas genau am richtigen Ort ist, glauben auch Ute Stromann und Christa Brendt.

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