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Vorfahrt für Talente: „In Führung gehen

„In Führung gehen“ heißt das Talentmanagementsystem der Caritas Dortmund. Damit machen wir unsere Führungskräfte von morgen fit.

Heute Mitarbeiter, morgen Führungskraft: Bei der Caritas gibt es viele Talente. Und um die zu entdecken und entsprechend zu fördern, haben wir das Talentmanagementsystem „In Führung gehen“ entwickelt. Fast 45 Kolleginnen oder Kollegen sind damit schon richtig durchgestartet. Maßnahmeleiterin Kirsten Eichenauer erklärt, wie die Talente bei der Caritas gefördert werden.

Frau Eichenauer, für wen ist „In Führung gehen“ gedacht?

Für alle talentierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Caritas. Angesprochen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sämtlicher Berufe, egal ob sie als Pflegefachkraft, Hauswirtschaftsleitung oder in der Verwaltung arbeiten. Wir wollen alle Talente entdecken, sie entwickeln und als Führungskräfte an die Caritas binden.

Und wie wird man Teil des Programms?

Um niemanden aus dem Blick zu verlieren, nutzen wir unterschiedliche Zugangswege zu diesem Programm. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit hohem Potenzial werden durch Jahresgespräche erfasst. Bei Ausschreibung der Maßnahme haben Vorgesetzte die Möglichkeit Mitarbeiter vorzuschlagen. Auf der anderen Seite dürfen sich Mitarbeiter auch selbst bewerben. Ein wichtiges Instrument ist unser Potenzialbogen. Dabei sind die Einschätzung des Vorgesetzten und die Selbsteinschätzung des Mitarbeiters wichtige Parameter.

Das Programm steht aber nicht nur Mitarbeitenden der Caritas Dortmund offen, oder?

Die Dortmunder Caritas hat „In Führung gehen“ zunächst für ihren Bedarf entwickelt. Zum Projektstart im Jahr 2010 kamen die Teilnehmer nur aus Dortmund. Mittlerweile sind aber immer mehr Ortscaritasverbände aus der Diözese Paderborn beteiligt. Im Durchlauf 2017/2018 nehmen 43 Talente aus zehn Ortscaritasverbänden teil.

Was erwartet die Talente denn konkret in dem Programm?

Die gesamte Maßnahme erstreckt sich über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren und beinhaltet drei wichtige Bausteine: Der erste Baustein sind die zwei- bis dreitägigen Seminare zur Kompetenzerweiterung in den wichtigsten Feldern der Mitarbeiterführung wie Methodenkompetenz, Kommunikation, Führungsinstrumente und Dienstrecht, Projektmanagement, wirtschaftliche Steuerung sowie christliche Unternehmenskultur. Zweiter Baustein ist das Mentoring. Alle Talente bekommen einen Mentor, eine erfahrene Führungskraft der Caritas, an die Seite. Es finden zwischen diesen beiden regelmäßige Gespräche zum Thema Führung statt. Beide Seiten profitieren unheimlich von diesem Austausch. Der dritte Baustein sind die Peergruppentreffen. Die Talente schließen sich in Kleingruppen zusammen und stehen in einem ständigen Austausch über Führungsthemen, beruflichen Herausforderungen und Entwicklungen. Damit entstehen nicht nur Netzwerke, sondern auch echte Freundschaften.

Und welchen Weg gehen die Talente anschließend?

Von der Wohnbereichsleitung zur Heimleitung, von der Fachkraft zur Pflegedienstleitung, von der Betriebswirtin zum Vorstand – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Alle Teilnehmenden aus Dortmund haben Leitungsstellen übernommen oder arbeiten als Experten in der Fachebene oder in der Projektleitung. Inhaltlich bietet die Maßnahme den teilnehmenden Verbänden viel.

Was ist das zum Beispiel?

Zum Abschluss des Programms müssen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein ausgewähltes Projekt planen und durchführen. Aus einer solchen Abschlussarbeit ist zum Beispiel die Grundlage für das Konzept für Mitarbeitergespräche bei der Caritas Dortmund entstanden. In einer anderen Arbeit wurde die Begrüßungsmappe für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas Hagen konzipiert. Andere Projekte beschäftigten sich beispielsweise mit dem Umzug von Pflege-Wohnhäusern oder dem Umbau eines stillgelegten Schwimmbades zu einer Einrichtung für Tagespflege.

Klingt spannend…

Das ist es auch. Und an diesen kreativen und konstruktiven Ideen sehen wir, wie effektiv das Programm ist. Und wir in der Maßnahmenleitung lernen übrigens ständig dazu. Das Ganze ist ein bewegliches, ein lernendes System.

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